AEIMRTUZ

1. April 2016 § Ein Kommentar

Anagrammgedicht mit den Buchstaben
AEIMRTUZ

EMIRAT ZU
AZUR ITEM
AZIMUT ER
RAET IM ZU
ZIERAT UM
ARZT EIUM
ZAR EIMUT
ZARIM UTE
AM RIET ZU
TAU IM ERZ
AMTEI ZUR
URZEIT AM
MAI ZU RET
RAUMZEIT
ZAUM TIER
ZART EI UM
ERZ MIAUT
AM TIER ZU
ZAUM RIET
ZAR TUE IM
ZEITRAUM
RAUE ZIMT
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Ging Gang Gung

24. April 2015 § Ein Kommentar

Das Ging Gang Gung Gedicht


Sofortige

Berachnichtigung

Berichnachtuging

Beruchnichtigang

 

Körperliche

Ertuchtigüng

Ertichtügung

Ertüchtuging


 

Urft – der Schwelbrand im Aschenbecher oder Houston: We’ve got a problem

30. April 2014 § 3 Kommentare

Die drei Stufen des Labenz

Das Leben ist eine Rakete. Es hat drei Stufen: Die Jugend, das Alter und das Zwischendrin. Die Jugend dauert von 23 bis 78 Jahren. Das Alter von 30 bis 120 und das Zwischendrin von 8 bis 80. Also drei völlig unterschiedliche Phasen. Ich bin bei Stufe drei angekommen.
Als Mensch bin ich in der Lage zu spüren und darüber zu reflektieren, wie es ist jung zu sein, alt zu sein. Die Stufe eins ist bei mir bloss noch Phantomschmerz. Also täglich präsent und nicht zu unterbewerten. Ich spüre wie es war, biegbar zu sein, grün bis ins Innerste. Überlebensfähig in den unmöglichsten Situationen. Zu Allem und zu Nichts bereit.
Nun nachdem die Stufe drei gezündet wurde, bin ich schon ziemlich weit weg von der Erde. Ich bin Machthaber, indem ich die Macht habe, aus schützender Distanz auf Vergangenes zu sehen, das mich nicht mehr direkt betrifft, auf Kommendes, das mich ebenfalls nicht mehr direkt betreffen wird und auf das ernsthaft tödliche, banale, absurde Spiel des Jetzt, in dem debattiert, gehyped, gechatet, getan, gelassen, wird als hätte es die Jugend nie gegeben und als würde die dritte Stufe nie erreicht. Die Geisteswissenschaft, nennt dazu als Begriff Fatalismus. Ich stelle ihm das psychologische Adjektiv «unbewusst» hinzu. Denn im Spiel bemerken wir nicht, dass wir im Spiel sind. Es ist ernst. Die naturwissenschaftliche Physik – momentan unser Glaube – untersucht Ursachen und Wirkung von Omega-3-Fetten, Entwicklungen der Formel 1 und Stressresistenz der Banken als gäbe es neben der Ratio und der Emotion kein Leben.
Mal objektiv: die Objektivität hat keine Gefühle. Ab genau dem Zeitpunkt, ab dem sie Gefühle auslöst, ist sie nicht mehr objektiv.
Test 1: Ferrari. Gripen. Cern. Tod. Baby. Da gehen Jahrmarkts-Lämpchen an.
Test 2: Wissenschaft. Jetzt wird’s sachlich, wahr, ernsthaft. Darin manifestiert sich unser Glaube.
Wissenschaft – ein heiliges Gefühl: ja, das ist die Wahrheit! Daran wollen wir glauben, an die Sicherheit, Kontrolle, Wahrheit, Objektivität. Weil die ist 999’000’000’000’000 mal gestestet. Sie allein kann wahr sein. Ab da, wo die Nullen folgen ist sie ganz wahr. Dagegen gibt es nichts Objektives mehr einzuwenden. Selbst das spurlose Verschwinden des Jets mit der Flugnummer MH370 ist nur eine Ausnahme, die die Regel bestätigt. Alles andere ist subjektiv – unkontrolliert, untragbar, unappetitlich und privat – also ungültig.
Darum soll unsere Lebensrakete Apollo heissen, wie Apoll, der anständige Bruder von Dionysos‘. Apoll ist der Rechte. Lasst Dionysos links liegen – please! Dionysos ist Chaot, Spinner, Künstler, Unruhestifter. Damit kommen wir nie zum Mond, zum Merkur, zum Mars, zum Zeus. Wir wollen eine einige Welt von weissen Brüdern sein – die wissen, wie man von der Welt objektiv Besitz nimmt. Wenn’s sein muss mit Schwarzgeld, Blutdiamanten und mit allen Stufen unseres Lebens.

(Alles raketenmässig klar? Im Buch: Der tiefere Sinn des Labenz – dem Wörterbuch für bisher unbenannte Gegenstände und Gefühle – wird für den unbenannten Zustand  Schwelbrand im Aschenbecher der Ortsname Urft als Bezeichnung verwendet.)

 

Wahre Logistik

16. Januar 2014 § 2 Kommentare

Es geschah vor rund 16 Jahren am 17. November 1997

Anna log analog
Mono log im Monolog
Dia log im Dialog

Die Psycho logen Anna an
Die Astro logen Mono an
Die Geo logen Dia an

Was für ein Anfang!

5. November 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Nic Baschung gewinnt einen kleinen Schreibwettbewerb der Pädagogischen Hochschule Zürich.

Es ist immer gut, wenn man weiss, wie man anfangen soll. Der Anfang für meinen ersten Roman ist also gemacht und ausgezeichnet.
Er lautet: Das Ja traf mich wie eine Faust. Es war endgültig.

Der Kommentar der PHZH: Wir erhielten etliche gelungene Vorschläge. Unsere Jury hat es sich nicht einfach gemacht und würdigt Ihren Romananfang folgendermassen: Geschickt verkehren die beiden Sätze die positive Konnotation des Ja ins Negative. Das Endgültige wiederum lehnt sich an den ursprünglichen Kontext des Ja an, steigert jedoch noch die Umkehr seiner Bedeutung. Bei keinem der anderen Anfänge ist das Bedauern so gross, dass dort nicht noch mehr steht.

 

 

Endlich: Die Wahrheit

4. April 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Die Wahrheit:

… sie ist schon geschehen und sie wird (voraussichtlich) immer wieder geschehen:

–       Das Singen der Vögel

–       Das Aufgehen der Sonne

–       Das Anbrechen des Tages

–       Die Erwartungsfreude

–       Der Tod

–       Die Liebe

Die ganze Wahrheit:

–       Plus das Gegenteil

Was ist wichtig?

29. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wir gehören zu jenen, die sich zu Weihnachten nicht beschenken: Ausgenommen Kunden-, Götti- und Wichtelgeschenke bei der Schwägerin. Wichtelgeschenke sind Kleinigkeiten von bescheidenem Geldwert. Jeder bringt nur ein Geschenk mit. Die Gaben werden nummeriert und dann in der Runde erwürfelt, ausser das eigene. Man darf natürlich auch tauschen.
Wichtelgeschenke haben ihren Namen von den Wichtelmännchen. Wichtel sind ja kleine Kobolde, die unentdeckt und heimlich gutes Tun. Das Gegenteil also von Bösewichten und Wichtsäcken. Wichte sind eigentlich unwichtig. Egal ob sie unsere Aufmerksamkeit verdienen – wie die guten oder ihrer nicht wert sind wie die bösen.
Warum, frage ich mich, konnte aus dem unwichtigen Wicht der Begriff „wichtig“ abgeleitet werden. Wie kommt das Wichtige oder Gewichtige dem Unbedeutendenden so nahe zu liegen? Vielleicht weil sie ein unzertrennliches Paar sind wie das Licht und der Schatten. Das Grosse ist ja nur angesichts des Kleinen gross. Je kleiner das Kleine, umso grösser das Grosse und umgekehrt. Übergewicht – Untergewicht? Das Wichtige hängt stets vom Gewicht ab, das man ihm beimisst und nicht von den effektiven Tonnagen. In den Techniken der Zukunft steckt die Grösse eher im absolut Kleinsten. Wonach sucht denn das CERN?

Was aber sollen wir denn nun für wichtig halten? Du dein Büro, ich mein Büro? Die Grenze zwischen deinem Garten und meinem? Und überhaupt, wieso wir? Genügt es nicht, wenn ich weiss, was für mich selber wichtig ist? Steckt in den eigenen kleinen Wichtigkeiten schon das Grosse? Muss jeder von uns den eigenen Weg einschlagen, um die Menschheit als Ganzes einen Schritt weiter zu bringen?

Wir wissen schon, was wichtig ist. Doch es schadet nicht, wenn wir es uns zu Beginn des neuen Jahres wieder in Erinnerung rufen. Das Wichtigste ist stets das, was zuoberst steht. Unser Prinzip. Es ist das Erste, das wir anstreben – das Ziel.
Also:
1. Die Vernetzung.
1. Die Arbeit.
1. Das Geld.
1. Die Gesundheit.
1. Die Liebe.
1. Das Glück.
1. Die Ferien.
1. Die Kinder.
1. Die Familie.

Doch auch das Zweite ist wichtig. Der Weg zum Ziel: Der Plan und die Umsetzung. Alles, was wir besorgen, einrichten und anstellen müssen, um es zu erreichen. Und ebenso wichtig ist, dass wir es verantwortungsvoll tun und aus den Fehlern lernen, die uns am Erkennen des Wichtigen hindern.

Da hilft nur noch eines, damit uns das Wichtige nicht mit seinem ganzen Gewicht zu erschlagen droht: Nehmen wir uns im 2012 doch einfach nicht allzu wichtig.